Einleitung¶
Ein Application Container (AC) stellt ein variables Set an Basisfunktionalität betreffend Patienten-, Dokumenten- und Einwilligungsmanagement, sowie für das Durchsetzen von Berechtigungen bereit. Die Basisfunktionalität eines AC wird in Form von vorkonfigurierten Templates bereitgestellt. Mittels Konfiguration (ohne Source Code Anpassung und ohne Redeploy des Betreibers) kann ein neuer ELGA AC durch Ein-/Ausschalten der Basisfunktionalität und durch Bereitstellen der notwendigen AC Parameter wie: e-Health Anwendung-ID, Home Community ID, Endpunkte, etc. hergestellt werden.
Da ein neuer AC ohne Redeploy und ohne Restart der Komponenten hergestellt werden kann, werden dynamisch Konfigurationsinhalte von den zentralen und dezentralen BeS Komponenten geladen. Die anzustrebende Zielsetzung ist, die Konfiguration ausschließlich zentral bereitzustellen und dynamisch an die beteiligten, dezentralen Einheiten des BeS zu verteilen.
Um größtmögliche Akzeptanz und Integrierbarkeit zu gewährleisten, wird das Einwilligungs- und Berechtigungsmanagement nicht, wie in ELGA derzeit üblich mittels WS Trust, sondern mittels IHE XDS und BPPC Dokumenten umgesetzt. Neben der generellen XACML Policy wird bei entsprechender Konfiguration auf Basis der BPPC Dokumente eine Permit- bzw. Deny-Entscheidung, pro Anwendung, getroffen.
Der gesamte Funktionsumfang wird mittels internationaler Standards (SAML, WS Trust, ebXML, HL7 V3, etc.) abgebildet. Alle Routings zwischen den AGWs basieren auf etablierten IHE Transaktionen.